COVID-19. Ein Briefwechsel mit dem Corona Virus. Part II

COVID-19. Ein Briefwechsel mit dem Corona Virus. Part II

Mein Briefwechsel mit dem Virus. Part II

Liebes COVID-19 Virus!

Seit deiner Antwort auf meinen Brief ist mehr als ein halbes Jahr vergangen.
Eigentlich wollte ich dir schon viel früher antworten. Doch mein Leben wurde zunächst so durcheinander gewirbelt, dass ich keine Ruhe dazu gefunden habe.

Nach deiner letzten Antwort wurde mir klar: in Kontakt sein mit dir bedeutet, sich nackt zu fühlen, völlig ungeschützt.
Doch alles was ich mir in dieser Zeit wünschte war Schutz. Ich wollte mich schützen vor deiner Macht – noch nicht einmal weil ich Angst hatte, dass du mein Immunsystem ernsthaft angreifen würdest, nein: ich wollte andere schützen. Die wieder andere schützen wollten…manchen war das offenbar egal. Auch das erschütterte mich.
Unsere Regierung wollte das Land schützen und andere Regierungen in unserer EU besannen sich auf ihre Länder. Also wurden die Grenzen in Europa dicht gemacht.
Lock down…gleicht unser Leben einem Computer, der herunter gefahren wird?
Wir alle haben mit Schrecken erfahren, dass unsere Wirtschaft ein gefräßiges Monster ist: es muss immer weiter und weiter und weiter fressen, wir müssen kaufen, kaufen, kaufen, sonst spuckt es uns alle aus…

Dann gab es einige, die mit dir nichts zu tun haben wollten, dich bis heute leugnen, gar eine Weltverschwörung in dir erkennen. Doch ich glaube – auch sie sehnen sich nach Schutz und Sicherheit. Sicherheit für ihre fixen Gedankengebäude. Damit sie ihre Angst nicht fühlen müssen.
Wie findest du das? Sie tun einfach so, als wärst du ein Gedankenspiel. Oder sie sagen, dass wir uns nur gesund ernähren müssen, dann kannst du uns nichts. Oder dass du wie ein Grippevirus funktionierst.
Ich denke, das wird dich beleidigen oder? Ich meine weil du angedeutet hast, dass unser Immunsystem so komplex ist, dass selbst du als Experte nie genau weist ob deine Angriffe erfolgreich sein werden oder nicht.
Doch deine Strategien sind offenbar sehr ausgefeilt. Du legst Manchen für Monate lahm.
Du tötest Menschen, die eine Schwäche haben. COVID-19 – Das ist zutiefst ungerecht!

Ich frage mich immer noch: was willst du wirklich?
Das Schlimme ist…ich fühle es ziemlich genau. Ich fühle es in meinem Bauch. In meinen Knochen. Was du willst ist so ungeheuerlich, dass es mir Angst macht. Große Angst. Und gleichzeitig beginnt diese Ahnung tief in mir eine Kraft auf den Plan zu rufen, die jubeln möchte.

Du willst, dass wir wir uns befreien von den Ketten des höher-schneller-weiter, stimmt`s?
Dass wir lernen, füreinander da zu sein.
Dass wir unseren Heimatplaneten ehren
Dass wir uns besinnen auf das Leben, das sich direkt vor unseren Augen ausbreitet. Und gleichzeitig: dass wir lernen, eine Weltengemeinschaft zu sein.
Das wollten schon viele vor dir! Doch allmählich beginne ich zu glauben, dass ausgerechnet du – ein Parasit – es schaffen wirst. Vielleicht weil es so paradox ist, dass es unseren logischen Verstand sprengt.

Nie hätte ich gedacht, dass mir wahrhaftige Veränderung solche Angst macht. Ich hätte jedes Pamphlet unterschrieben mit all diesen Forderungen! Ich war schon auf sehr vielen Selbsterfahrungsseminaren.
Jetzt wo diese Prozesse auf den Plan gerufen werden kann sich niemand mehr verstecken. Wir werden hin und her gerissen zwischen unserer Angst und unserer Bereitschaft, unser Leben als einen Fluss zu begreifen, den wir zwar nicht stoppen können, aber lenken. In dem wir navigieren können. Oder untergehen.

Wir sind nackt.

Mit freundlichen Grüßen,

Kalina

Liebe Kalina,

über deinen Brief habe ich mich sehr gefreut. Inzwischen habe ich ein wenig mehr Routine, was meine Ausbreitung betrifft. Es läuft ziemlich gut, finde ich. Ich bin zufrieden! China ist ein Problem. Doch damit kann ich leben. Sie zahlen einen hohen Preis dafür findest du nicht?

Liebe Kalina, ich liebe eure Nacktheit, ich verehre eure Körper. Wie gerne hätte ich selbst einen Organismus! Doch das ist mir nicht gegeben.
Nenn mich eine paradoxe Krone der Schöpfung! Das klingt vielleicht etwas größenwahnsinnig. Doch nach den Erfolgen der letzten Monate kann ich sagen: ich bin froh, das Reich der Tiere hinter mich gelassen zu haben.
Was ich bei euch auslöse ist um so Vieles lehrreicher! Es ist wie bei einem Dominospiel…ein Stein fällt um und bringt den nächsten zum Fallen. Dann wird neu gemischt. Herrlich!
Ihr Menschen seid großartig. Ihr gebt niemals auf! Ich bin begeistert, wie ihr in schwindelerregendem Tempo nach Lösungen sucht. Viele von euch tauchen jetzt tief in digitale Welten ein. Rufen den endgültigen Beginn des digitalen Zeitalters aus.

Ja, vielen von euch bringe ich die Verzweiflung, die Einsamkeit, die Erschöpfung, die Atemnot, sogar den Tod. Ich verstehe, dass ihr euch deshalb ohnmächtig und traurig fühlt. Dass ihr mich hasst.
Doch als schöpferisches Wesen bin ich nur Einem verpflichtet: dem Wachstum.
Leider haben die meisten von euch die Bedeutung von Wachstum gründlich missverstanden! Ihr benehmt euch wie pubertierende Kinder, die sich von Vater und Mutter emanzipieren wollen. Ihre eigenen Regeln durchsetzen wollen. Haben wollen. Doch ihr könnt euch doch nicht von eurem eigenen Planeten emanzipieren?! Diese Eltern werdet ihr nicht los.
Einige eurer Indigenen nennen euren Planeten den „Kinderplaneten“. Das würde ich unterschreiben. Ihr wisst noch nicht so genau, wie ihr eure großartigen Fähigkeiten einsetzen sollt in dieses Weltenspiel.
Ich bin gespannt wie es weitergeht bei euch.
Hab Angst liebe Kalina. Und dann, fließe weiter…

Kosmische Grüße,

COVID-19

Zum ersten Teil des Briefwechsels:
https://kalinafeldmann.de/liebes-covid-19-virus/

 

 

Warum Magie meine Medizin ist

Warum Magie meine Medizin ist

Was bedeutet eigentlich das Wort Magie genau?
sich höherer Kräfte bedienen/ eine geheime Kraftquelle erlangen

Die schamanische Kosmologie ist getränkt mit Magie. Sie geht davon aus, dass alles im Kosmos von einer transzendentalen Kraft durchdrungen ist, die wie ein sehr feines, ungeheuer komplexes Netz zusammenwirkt. Alles ist mit allem verbunden. Als Teil der Kosmologie sind auch wir mit allem verbunden. Auf der Ebene der feinstofflichen Wahrnehmung von Schwingung und Energie können wir Zugang bekommen zu diesem „Informationsfeld“. Aber auch wenn wir uns in der Natur bewegen, einfach spazieren gehen, fühlen wir dieses Feld.

Magie, Schwingung und Augenkultur
In unserer westlichen Welt herrscht ein materialistisches Weltbild vor. Für die Meisten von uns ist die Erfahrung der Natur als etwas Beseeltes fremd. Wir haben die Dualität verinnerlicht. Was nicht wissenschaftlich erklärbar ist, lehnen wir als „nicht real“ ab. Schwingungen nehmen wir als real jedoch in der Musik wahr. Und es wird kaum jemand leugnen, dass Musik unsere Seele berührt oder zumindest etwas nicht Erklärbares mit uns macht. Je nachdem was es für Kompositionen sind und welche Instrumente genutzt werden.

Wir im Westen haben eine Augenkultur: was wir nicht sehen können, das existiert nicht. Wir halten uns am Sichtbaren fest. Mein Sehen sagt mir: ich bin hier und du bist dort. Wie können wir verbunden sein? Um dich wahrzunehmen brauche ich ein offenes Herz und fein gestimmte Sinne. Lauschen, fühlen, berühren…
Wenn ich einem Menschen länger in die Augen schaue, dann erschaue ich sein Seelenleben.
Wann hast du zuletzt einem Menschen lange in die Augen geschaut?
Wann hast du dir selbst in die Augen geschaut?

 Magie kann uns berühren…

…in der Kunst:
Gute Kunst ist immer magisch, hat eine unergründliche Tiefe! Der Prozess des Entstehens von Kunst folgt den Gesetzen der Alchemie. Tanz als poetischer Ausdruck des Körpers kommt dem für mich besonders nah. Weil ich Magie durch den Tanz so stark spüren kann. Sie ist wie die Essenz des Lebendigen, die durch mich hindurch strömt, wenn ich tanze. Sie ist nicht immer angenehm, anmutig oder leise. Doch immer ist sie essentiell!

…als wir Kinder waren:
Wir kennen magisches Denken aus unserer Kindheit. Mit zwei bis etwa zum siebten Lebensjahr leben wir in einer magischen Welt. Nichts existiert getrennt von uns in dieser Zeit. Die Welt ist beseelt. Die vorherrschenden Hirnwellen in dieser Phase sind die Teta-wellen. Das sind die Wellen wie wir sie in der Trance erleben.
Wir konnten staunen, spielen, das Leben war ein Wunder!

…in der Liebe
Die magische Erfahrung, die uns allen vertraut ist: das Verliebt-sein und die Liebe! Wenn man verliebt ist, ist die ganze Welt plötzlich in Magie getaucht, unglaublich schön, lebendig, spannend, geheimnisvoll und voller Lust (letzteres wohl auch durch die Hormone, die unser biologisches Überleben sichern sollen).
Wenn du einen Menschen liebst dann liebst du ihn um seiner selbst Willen. Du liebst sein Wesen, seine Energie, sein Lachen, sein Gehen oder wie er eine Gabel hält. Einfach seine Art. Ist das nicht magisch?

…mit unserem Körper
Der Körper ist sozusagen das magische Fahrzeug! Wir können uns bewusst in verschiedene Bewusstseinszustände begeben.
Für mich ist unser Körper wirklich ein göttliches Instrument. Unser Gehirn – das offenbart die Neurowissenschaft mehr und mehr – ist ein Wunderwerk an Plastizität. Immer neue Erkenntnisse tun sich auf, wie vernetzt und flexibel es funktioniert und wie stark Körper, Geist und Seele miteinander verbunden sind.
Wir alle sind unser eigenes inneres Universum.
Wir sind wakan – unergründlich und göttlich!

…im Schamanismus:
Es geht im Schamanismus um das höhere Wissen. Jedes Ritual dient dem Wissen um die heiligen Gesetze. Es ist möglich, diese höhere Ordnung sozusagen anzurufen und um Unterstützung zu bitten, z.B. um Krankheiten zu heilen. Die vier Elementarkräfte sind heilige Gesetze.

Schamanen verneigen sich vor wakantanka, dem großen Mysterium, dem Wissen, dass der Kosmos unerklärbar, unbegreifbar für uns ist. Schamanen empfinden eine tiefe Hingabe gegenüber dieser Schöpferkraft. Die Schöpferkraft ist lebendige, pulsierende kosmische Energie. In ihr gibt es keinen Stillstand. Sie wandelt sich, entfaltet sich im Urbild der Spirale. Diese Energie ist magisch. Sie entstammt einer geheimen Kraftquelle.

Jeder Versuch, sich die heiligen Gesetze „untertan zu machen“, z.B. um Machtpositionen zu erlangen oder Menschen zu schaden, ist schwarze Magie. Schwarze Magie bedeutet, die heiligen Gesetzen für egoistische Ziele zu mißbrauchen. Die heiligen Gesetze folgen der freien Entfaltung unseres Potentials, nicht ihrer Manipulation!
Dazu ein Zitat des grönländischen Schamanen Angangaaq:
Folge nie jemandem! Folge keinem Guru! Wenn du ihm folgst siehst du nur seinen Rücken. Er verstellt dir den Blick. Ich lade die Menschen, die zu mir kommen ein, an meiner Seite zu gehen, mich auf meinem Weg zu begleiten. Und ich begleite sie. So können wir uns stützen wenn wir straucheln oder müde werden.

Brauchst du einen Heiler/ Schamanen um Magie zu erfahren?
Manche Menschen haben einen intuitiven, unmittelbaren Zugang zur Magie. Sie sind auf natürliche Weise mit feinstofflichen Energien verbunden, können sie wahrnehmen. Sie folgen ihrer Intuition.
Vielen von uns ist diese Wahrnehmung jedoch abhanden gekommen, wie ich oben beschrieben haben. Die Tür zur Magie hat sich im Verlauf des Lebens geschlossen, sie wurde sogar vernagelt – durch traumatische Kindheitserfahrungen oder um unser angelerntes Weltbild zu verteidigen, damit wir unsere verinnerlichten sozialen Rollen einnehmen.

Wie geschieht Heilung?
Der Schamane ist ein Mittler zwischen den Welten. Er steht in ständiger Verbindung zur Magie oder zur sogenannten „Anderswelt“. Ein Schamane führt dich z.B. durch Ritualen dorthin.
Doch letztlich bist du dein innerer Schamane, indem du dich für Herzensverbindung und Heilung öffnest. Nur wenn du die magische Tür öffnest kann Heilung geschehen!
Und Heilung bedeutet nichts anderes als heil werden im Sinne von GANZ SEIN. Und das impliziert auch unsere magische Anteile. Sie sind nicht der „Welt der Kindheit“ vorbehalten.

Bist du eine Schamanin Kalina?
Ich bezeichne mich nicht als Schamanin, sondern als Tänzerin.
Das Wort Schamane ist für mich den Heilern indigener Völker vorbehalten, deren Ahnen über Generationen Schamanen hervorbrachten. Sie wirken innerhalb ihrer Traditonen, in ihrer Gemeinschaft oder sie tragen ihre Weisheit in die Welt. Sie sind oft in der Lage, Krankheiten zu „sehen“ oder zu „erriechen. Ich möchte  meinen  Respekt vor ihrem tiefen Wissen auch damit zum Ausdruck bringen, dass ich nicht ihren Namen trage.

Die mit den Winden tanzt – das ist mein Medizinname.
Die Medizin, die ich zur Verfügung stelle ist die Medizin des Körpers mit seinen Botschaften, die er in all seiner Weisheit für uns bereit hält. Hinspüren, Körperarbeit, Singen, Tanz, Schwitzhütte – das sind die magischen Schlüssel, die ich zur Verfügung stelle. Insofern bin ich eine Magierin, eine Medizinfrau: ich kann dir einen magischen Schlüssel anbieten, ich kann erfühlen, welcher wohl passen könnte…ob du ihn nimmst und die Tür öffnest, das liegt ganz in deiner Macht!

Über das Chamäleon:
Ein besonders magisches Tier!  Das Chamäleon steht für die Entfaltung von Energie. Je stärler seine Energie ist, desto leuchtender seine Farben. Durch seine Verwandlungsfähigkeit steht es für mich für Lebendigkeit und Potentialentfaltung. Alle Farben!

Die doppelte Bedeutung des Wortes „Krise“

Die doppelte Bedeutung des Wortes „Krise“

Stimmt eigentlich, was immer wieder behauptet wird, dass im Chinesischen für „Krise“ und „Chance“ dasselbe Schriftzeichen verwendet wird?

Das ist wieder eine von den Weisheiten, die gern in Managementseminaren verbreitet werden – aber nicht ganz stimmen. Im Chinesischen werden abstrakte Begriffe oft aus zwei elementaren Wörtern (und damit Schriftzeichen) zusammengesetzt. So auch in diesem Fall: Krise wird mit weiji 危机 übersetzt, Chance mit jihui 机会. Beiden gemeinsam ist also das Zeichen ji 机 , das unter anderem Gelegenheit bedeutet. Wei dagegen heißt Gefahr, sodass in weiji die Bedrohung, aber auch ein Element der Wende zum Besseren enthalten ist; hui wiederum wird ebenfalls mit Gelegenheit übersetzt, bei diesem Wort liegt also eine Art Bedeutungsverdoppelung vor.

Aber man muss gar nicht in den Fernen Osten schweifen, um das doppelte Gesicht der Krise zu erkennen: Schon das griechische Wort krisis bezeichnet nicht eine hoffnungslose Situation, sondern den Höhe- oder Wendepunkt einer gefährlichen Lage – von da an kann es eigentlich nur noch besser werden. Auch die Mediziner bezeichnen mit Krise oft das Stadium einer Infektion, in der das Fieber schon wieder im Sinken begriffen ist.

Quelle: (c) DIE ZEIT 28.08.2003 Nr.36
Beitragsbild: https://taz.de/Schillernder-Glanz/!5060096/

COVID-19. Ein Briefwechsel mit dem Corona Virus. Part II

Ein Briefwechsel mit dem Virus. Part I

Liebes COVID-19 Virus!

Du bist augenblicklich das berühmteste Wesen auf diesem Planeten! Dabei bist du streng genommen gar kein Wesen. Du kannst keine Energie erzeugen, du nutzt die Energie anderer. Du brauchst einen Wirt, um dich daran fest zu klammern.
Wir wissen nicht, wie wandelbar du bist.
Die Welt hat dich zum Killer erklärt. Die Welt jagt dich.

Am 13. März 2020 habe ich dich plötzlich wahrgenommen. Als hättest du mir einen Elektroschock verpasst. Vorher warst du für mich ziemlich unbedeutend. Du warst ein Erreger unter anderen Erregungen in meinem Leben.

Ich führe ein bewusstes, spirituelles Leben. In diesem Leben steht meine Gesundheit an oberster Stelle. Ich habe es gelernt, mit meinem Körper zu kommunizieren und in Kontakt zu sein, mit meiner Seele. Ich habe viele Methoden, meine Gedanken bewusst zu lenken. Ich gehe mit offenem Herzen durch die Welt, kann den Herzschlag von Mutter Erde spüren….
Doch dann wurdest du – COVID 19 – für einige Tage auch für mich zu einem feindlichen Gegenüber, das sozusagen mit mikroskopischer Macht unsere bestehende Weltordnung durcheinanderwirbeln kann. Puh!
An diesem Freitag hast du es geschafft, mich für Momente zu derealisieren. Die Welt war mir plötzlich fiktiv.

Ich wollte dich – COVID-19 sehen, dich fangen dich zerquetschen! Ich wollte dich anschreien, dass du gefälligst nicht mein Leben, meine Pläne so durcheinanderbringen sollst! Dass es nicht sein kann, nicht sein darf, dass etwas beginnt, worüber wir keine Kontrolle haben. Denn darin haben wir uns doch perfektioniert! Dafür haben wir doch hart gearbeitet!
Ich wollte dich anklagen, dass du schuld bist an der Angst, die mir nun unter die Haut kriecht.
Doch ich konnte dir nicht gegenübertreten.
Du bist für meine Augen unsichtbar.
Ich war wütend auf dich, ja!
Und ich wollte dich BEGREIFEN!
Ich ahne – liebes COVID-19, dass du uns Menschen etwas zu sagen hast. Dass – was du uns zu sagen hast – unsere Vorstellungskraft sprengt.

Mit freundlichen Grüße,

Kalina Feldmann aus Bochum

23.März 2020

Liebe Kalina,

danke, dass du Kontakt zu mir aufnimmst. Darüber freue ich mich sehr. Ich nehme es dir nicht übel, dass du mich töten wolltest. Im Gegenteil, ich freue mich, wenn du das schaffst!
Der Weg dahin ist allerdings ein ganz Anderer. Und jeder Mensch muss diesen Weg allein gehen.
Tut mir leid, das ist keine milde Botschaft, doch ich glaube daran, dass ihr – wunderbare Weltengemeinschaft – diese Wahrheiten nun tragen könnt!

Es tut mir leid, dass ich COVID-19 – deine, ja – euer aller Pläne durchkreuzt habe. Ich weiß, ihr Menschen macht gerne Pläne. Mehr noch: ihr braucht diese Pläne um Euch so wenig wie möglich selbst zu begegnen. Das macht euch Angst.
Nicht zu wissen, wann und wie Ihr sterben werdet, das macht die allermeisten von Euch ohnmächtig wütend, hilflos.

Dabei tragt ihr den wertvollsten Schatz für ein langes Leben in euch: euer wunderbares Immunsystem! Ich kenne es sehr gut und immer wieder überrascht mich seine Kraft, seine Schnelligkei, seine Klugheit. Oft habe ich keine Chance, einen Wirt zu finden. Ich muss mich gewaltig anstrengen!
In letzter Zeit jedoch stelle ich Schwächen fest, bei vielen von euch. Kein Wunder eigentlich. Ihr seid so beschäftigt, gestreßt, immer im Außen unterwegs, rund um den Globus.

Und so erfasse ich euch nun in eurer winzigsten Materialität, mit den Sinnen nicht faßbar. Ihr könnt auch beim Anderen nicht erfassen, ob ich schon dort hause oder nicht. Ihr könnt euch nicht sicher sein, ob ihr immun werdet. Ja, ihr könntet daran sterben. Ja, ihr könntet andere anstecken.
Wann werdet ihr lernen, wirklich MIT eurem Körper zu leben, euer Immunsystem intakt zu halten? Andere Körper zu achten? In Balance zu bleiben? Zu entschleunigen?
Wann werden eure Politiker lernen, eure Gesundheit als oberstes Gut, als wertvollste Ressource zu schützen und zu fördern?
Wenn ihr das doch BEGREIFT, dann braucht ihr mich nicht mehr so dringend!

Du kannst dich jetzt noch intensiver dem SCHAUEN widmen, liebe Kalina. Es so herrlich still jetzt bei euch, nicht wahr?

Vertraue!

Mit kosmischen Grüßen,

COVID – 19

Gerald Hüther: Neurobiologie auch für Laien | … mehr

Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther publiziert neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über unser Gehirn. Er erklärt dessen Funktionen und Mechanismen, die uns zu dem machen was wir sind -oder aber auch sein könnten! Wie auf seiner Homepage zu entnehmen ist, widmet sich Prof. Dr. Hüther vielen Aufgaben zu, die einen Kulturwandel in einigen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens zum Ziel haben. Z.B. sollte ein humanerer Umgang im Miteinander wieder möglich gemacht werden.

Ein Vortrag zu Selbst-Bewusstsein und Co-Kreativität
https://youtu.be/mqPMduxo2DY

Gerald Hüther gründete auch die Akademie für Potentialentfaltung, die sich mit innovativen Lernformen beschäftigt.
www.akademiefuerpotentialentfaltung.org