Das Ritual der Schwitzhütte

 

Wochenendseminar

Was ist ein Schwitzhüttenritual?
Die Schwitzhütte, auch Heilige Sauna oder Reinigungshütte genannt, ist ein heiliges schamanisches Ritual, das von den indigenen amerikanischen Völkern  und den sibirischen Ureinwohnern stammt.
Die Reinigungshütte an sich ist ein Gestell aus Weiden- oder Haselnussruten, die mit Decken abgedeckt wird, so dass ein dunkler Raum entsteht. Vor der Hütte wird ein Feuer aufgeschichtet, in dem Lavasteine rot glühend erhitzt werden. Später werden sie in ein tiefes Erdloch in der Mitte des Hüttenbodens gelegt. Die Reinigungshütte steht symbolisch für die Gebärmutter von Großmutter Erde. Die glühenden Lavasteine symbolisieren die Samen von Großvater Sonne.

Im letzten Jahr habe ich meine Initiation der heiligen Schwitzhütte begonnen. In diesem Jahr werde ich sie abschließen. Schon jetzt freue ich mich sehr darauf, Schwitzhüttenrituale für Menschen anzubieten.

Ort und Termine ab 2019 werden 2018 bekannt gegeben (im Augenblick bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Platz im Ruhrgebiet. Möge sich dieser Platz bald zeigen!)

Was ist das Ziel der Schwitzhütte?
Die Schwitzhütte ermöglicht eine innere Reinigung durch Schwitzen, Gebete, Gesänge und eine tiefe Verbindung mit der eigenen Lebendigkeit. Im Ritual können wir all das loslassen, was uns daran hindert, wirklich in die Liebe zu gehen und wahre Lebendigkeit zu riskieren. Wir können uns  für den natürlichen Kreislauf von Veränderung im Innen und im Außen öffnen.
Es ist beeindruckend wahrzunehmen, wie viele unserer Gefühle im Reinigungshüttenritual entfesselt und befreit werden. Wen wir uns für diesen Prozess öffnen, werden wir von einem unbeschreiblichen Gefühl der Reinigung, Erleichterung und von Angenommen-Sein erfüllt.

Wer kann NICHT an einer Reiningungshütte teilnehmen?
Menschen mit schweren Herz-/ kreislauferkrankungen.
Menschen, die unter schweren Angststörungen oder Psychosen leiden und Psychopharmaka einnehmen.

Ein himmlisch-höllisches magisches Welttheater, das ist mir die Schwitzhütte! Zu Beginn – in den ersten Hütten hatte ich viel Angst und litt unter Beklemmungen. Doch nach und nach entspannte sich etwas in mir. Ich flog über ferne Berglandschaften und sah den mir fremden Kondor aus Peru. Ich verwandelte mich in Delfine, Feuerdrachen, Ameisen und Höllenhunde. Ich lachte laut, weinte und schrie den Schmerz von Sterben und Geboren-werden hinaus in die Dunkelheit. Ich lag friedlich auf der feuchten Erde und sog ihren Duft ein, von der heiligen Maria erhellt. Ich kroch aus der Hütte und lag nackt unter den Sternen.
All das habe ich in Schwitzhütten erlebt – betört vom duftenden, heißen Dampf, durchglüht von den heißen Steinen und getröstet von Mutter Erde. Seitdem ist die Schwitzhütte meine große Liebe – mein Erdtempel

Kalina - September 2016